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Notfallmappe für Hardware-Wallets: was Erben wissen müssen

Eine Hardware-Wallet ist ein kleines Gerät, das den Zugang zu Kryptowerten schützt. Für den Besitzer ist das ein Vorteil. Für Angehörige, die das Gerät nach einem Todesfall in einer Schublade finden, ist es oft ein Rätsel. Dieser Ratgeber erklärt, was Erben über ein solches Gerät wissen müssen und was Sie dafür in Ihre Notfallmappe schreiben sollten.

Kein Rechts- oder Steuerrat. Dieser Text erklärt technische Zusammenhänge allgemein. Wer was erbt, regeln Testament oder Erbvertrag; dabei helfen Notarinnen und Notare und Fachanwälte für Erbrecht, bei Steuerfragen Steuerberater. Wir empfehlen keine bestimmten Geräte oder Anbieter.

Was eine Hardware-Wallet ist und was nicht

Auf einer Hardware-Wallet liegen keine Münzen. Die Kryptowerte sind in der Blockchain verbucht. Das Gerät verwahrt den geheimen Schlüssel, mit dem man über diese Werte verfügen kann, und gibt ihn nicht heraus. Daraus folgen drei Dinge, die Erben wissen sollten:

Die vier Teile, die zusammengehören

TeilWofürGehört in die Mappe?
GerätUnterschreibt Transaktionen; ohne PIN nicht nutzbarJa: Bezeichnung, Aussehen, Aufbewahrungsort
PINEntsperrt das GerätNein. Nur, wo ein Hinweis darauf liegt oder wer sie kennt
Sicherung (Seed)Stellt den Zugang auf einem neuen Gerät wieder herNein. Nur der Ort, an dem sie liegt
Passphrase (falls genutzt)Zusätzliches Wort zur Sicherung; ergibt eine eigene, getrennte WalletNein. Aber unbedingt dass es eine gibt und wo der Hinweis liegt

Das ist derselbe Grundsatz wie in unserem Ratgeber Krypto vererben, ohne den Seed ins Testament zu schreiben: Die Mappe enthält das Wissen, nicht den Zugang.

Fünf Fallen im Erbfall

1. Die PIN wird erraten

Viele Geräte begrenzen die Zahl der Fehlversuche. Nach zu vielen falschen PINs setzen sich manche Modelle vollständig zurück. Die Kryptowerte sind dann nicht weg, aber der Zugang hängt nur noch an der Sicherung. Wer die Sicherung nicht findet, hat in diesem Moment alles verloren. Erben sollten deshalb nicht raten, sondern zuerst die Sicherung suchen oder die Vertrauensperson fragen.

2. Die Passphrase ist unbekannt

Manche Nutzer ergänzen die Sicherung um eine Passphrase, manchmal „25. Wort" genannt. Gibt man die Sicherung ohne diese Passphrase ein, öffnet sich eine gültige, aber leere Wallet. Erben glauben dann, es sei nichts vorhanden. Schreiben Sie deshalb in die Mappe, ob eine Passphrase verwendet wird, auch wenn Sie die Passphrase selbst an anderer Stelle aufbewahren.

3. Es gibt mehrere Konten oder Netzwerke

Ein Gerät kann Werte auf mehreren Blockchains und in mehreren Konten verwalten. Die Begleit-App zeigt manche davon erst an, wenn man sie ausdrücklich hinzufügt. Notieren Sie, welche Kryptowerte auf welchem Gerät liegen und mit welcher App Sie es nutzen. Dann wissen Erben, wonach sie suchen.

4. Gefälschte Hilfe

Nach einem Todesfall melden sich manchmal angebliche Helfer, oder Erben suchen im Internet und landen bei gefälschten „Wiederherstellungs-Apps". Wer dort die Sicherung eingibt, verliert die Werte sofort. Kein seriöser Hersteller, Support oder Dienstleister fragt nach den Wörtern der Sicherung. Software und Firmware gehören nur von der offiziellen Seite des Herstellers, die Sie am besten in der Mappe angeben.

5. Mehrfachsignatur ohne Plan

Bei einer Mehrfachsignatur-Wallet braucht man mehrere Geräte oder Schlüssel zusammen, zum Beispiel zwei von drei. Das ist sicher, für Erben aber ohne genaue Beschreibung kaum zu bewältigen. Notieren Sie dann, wie viele Schlüssel nötig sind, wo jeder liegt und wo die Beschreibung der Wallet-Einrichtung zu finden ist.

Was pro Gerät in die Notfallmappe gehört

Was nicht hineingehört: Seed-Wörter, Passphrase, PIN, Passwörter oder Fotos davon. Auch nicht verschlüsselt und nicht „nur zur Hälfte". Eine halbe Sicherung schwächt den Schutz deutlich und hilft Erben trotzdem nicht.

Eine kurze Anleitung für Angehörige

  1. Das Gerät nicht wahllos ausprobieren und keine PIN raten.
  2. Niemandem die Wörter der Sicherung nennen und sie nirgends eintippen, außer gemeinsam mit der genannten Vertrauensperson auf einem eigenen Gerät.
  3. Zuerst die Mappe lesen: Wo liegt die Sicherung, gibt es eine Passphrase, wer hilft?
  4. Software nur von der in der Mappe genannten Herstellerseite laden.
  5. Für Erbschein, Verteilung und Steuern Notar, Fachanwalt oder Steuerberater fragen.

Einmal im Jahr prüfen

Geräte werden ersetzt, Sicherungen umgelagert, Kryptowerte verschoben. Prüfen Sie einmal im Jahr, ob die Angaben noch stimmen, und gehen Sie die Mappe am besten einmal mit Ihrer Vertrauensperson durch, ohne ihr dabei den Zugang zu geben.

Die Krypto-Vorsorgemappe

Die Fragen aus diesem Ratgeber stehen kostenlos in unserer Checkliste zum Ausdrucken. Wir entwickeln außerdem ein Werkzeug, das Sie Gerät für Gerät durch diese Punkte führt und eine druckbare Mappe erzeugt. Es läuft offline in Ihrem Browser und weist Seed-Wörter, private Schlüssel und typische Passwortmuster ab. Geplanter Preis: 29 € inkl. 19 % MwSt. Heute kann noch nichts gekauft werden. Zum Verkaufsstart informieren wir Sie, wenn Sie sich in die Warteliste eintragen.

Stand: Oktober 2026. Erstellt von einem KI-System im Auftrag von WestLabs AI.